Wofür die Bürger Geld zurücklegen

(verpd) Die Altersvorsorge ist das wichtigste Sparmotiv der Bürger hierzulande und hat den geplanten Kauf von Waren oder Dienstleitungen (Konsum) wieder von der Spitzenposition verdrängt. Dies zeigt die Sommerumfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen, die dreimal im Jahr durchgeführt wird.

Die Altersvorsorge ist wieder das wichtigste Motiv hinsichtlich der langfristigen Sparanstrengungen der Deutschen. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Sommerumfrage des Verbands der Privaten Bausparkassen e.V. Für die dreimal jährlich durchgeführte Untersuchung zum Sparverhalten lässt der Verband das Marktforschungsinstitut Kantar TNS jeweils 2.000 Bundesbürger ab 14 Jahren befragen.

Mit rund 53 Prozent gibt leicht mehr als die Hälfte der Befragten aktuell an, Geld für das Alter zurückzulegen. Nur noch an zweiter Stelle der Sparmotive rangiert der (aufgeschobene) Konsum. Dies gaben etwa 51 Prozent der Befragten an. Mehrfachnennungen bei den Sparmotiven waren möglich.

Neuer Tiefstand beim Wohneigentum

Das Sparmotiv „Erwerb/ Renovierung von Wohneigentum“ liegt aktuell unverändert an dritter Stelle. Allerdings war der Anteil der Befragten mit rund 29 Prozent der mit Abstand kleinste seit zwei Jahrzehnten, die den Immobilienkauf oder die Hausrenovierung als Spargrund angegeben haben. Der Höchststand aus der Herbstumfrage 2013 zu diesem Sparmotiv lag um weit über 20 Prozentpunkte höher.

Nach Meinung von Experten des Studienauftraggebers liegt diese Entwicklung an den niedrigen Bau-, aber auch Sparzinsen. Viele, die eine Immobilie kaufen oder bauen wollen, würden nicht länger warten, um Eigenkapital anzusparen, sondern zeitnah ein Haus kaufen oder bauen und dafür eine höhere Verschuldung eingehen.

An vierter Stelle im Ranking der Sparmotive befindet sich weiterhin die Kapitalanlage, die allerdings nur ein Prozentpunkt unter dem Sparziel „Erwerb/ Renovierung von Wohneigentum“ liegt. Rund 28 Prozent äußerten sich nämlich entsprechend. Nur eine untergeordnete Bedeutung kommt den Sparmotiven „Notgroschen“ und „Ausbildung der Kinder“ zu. Beide hatten leichte Einbußen zu verzeichnen und blieben unter der Marke von fünf Prozent.

Was bei allen Sparzielen wichtig ist

Für ein effektives Sparen ist es für den Einzelnen laut Finanzexperten wichtig, seine finanzielle Situation gründlich zu analysieren und unter anderem herauszufinden, mit welchen gesetzlichen Leistungen man beispielsweise im Alter oder in Notfällen rechnen kann. Ein Versicherungsexperte kann diesbezüglich entsprechende Übersichtshilfen und Berechnungen bereitstellen.

Je nach Sparziel und persönlicher Vorsorgestrategie bietet die Versicherungswirtschaft zudem individuell passende Anlage- und Absicherungslösungen an.

Selbst wer der Ansicht ist, keinen finanziellen Spielraum für eine Vorsorge zu haben, sollte einen Experten zurate ziehen, denn manche Ansparmöglichkeiten – beispielsweise mithilfe einer staatlichen Förderung – erschließen sich erst nach einer gründlichen Analyse.

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