Sicher und ohne Stress das Reiseziel erreichen

(verpd) Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) rät allen, eine Reise mit dem eigenen Fahrzeug frühzeitig zu planen, damit der Fahrer, aber auch kleine und große Mitreisende selbst bei einer längeren Anfahrt unbeschwert und entspannt am Urlaubsziel ankommen.

Um das eigene Unfallrisiko als Kfz-Fahrer möglichst klein zu halten, ist es nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) besonders wichtig, dass man für eine Reise auch fit genug ist. Laut Experten ermüden aber auch ausgeschlafene Autofahrer nach mehr als drei Stunden Fahrt – insbesondere bei monotonen Strecken. Allein durch eine Übermüdung der Fahrer passieren laut DVR jedes Jahr in Deutschland rund 3.000 schwere Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Toten.

„Wir empfehlen, bei aufkommender Müdigkeit und spätestens nach zwei Stunden eine Pause einzulegen und diese mit einem Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten oder alternativ mit Bewegung zur Aktivierung des Kreislaufs zu kombinieren“, so DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer. Ein Kaffee als Pausenersatz nützt nur wenig, denn laut DVR wirkt Koffein erst nach 30 Minuten und verhindert bei einer Ermüdung das Einschlafen nicht. Wer jedoch Kaffee nach einem Schlaf oder Kurzschlaf zu sich nimmt, erleichtert sich damit das Wachwerden.

Pkw-Check gegen vermeidbare Pannen

Wer schon auf dem Weg zum Urlaubsort mit seinem Fahrzeug wegen einer Panne liegen bleibt, dem vergeht meist die Lust auf die Reise. Denn eine solche Panne kostet oftmals nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch viel Geld. Deshalb empfiehlt der DVR insbesondere vor einer größeren Reise einen gründlichen Fahrzeugcheck in der Fachwerkstatt.

Bei dem Fahrzeugcheck sollten unter anderem der Ölstand, die Bremsanlage und Bremsflüssigkeit, die Beleuchtung, die Stoßdämpfer, die komplette Elektrik, aber auch die Scheibenwaschanlage, das Kühlwasser sowie insbesondere Reifendruck und die Reifenprofiltiefe überprüft werden.

Wird der Wagen schwer beladen, muss auch der Reifenluftdruck dieser Last angepasst und entsprechend erhöht werden. In der Bedienungsanleitung beziehungsweise einem Aufkleber am Türpfosten oder in der Tankklappe ist in der Regel der entsprechende Luftdruck vermerkt.

Gepäck richtig verstauen

Prinzipiell ist darauf zu achten, dass das mitgenommene Gepäck sicher verstaut und die Zuladungsgrenzen des Fahrzeugs eingehalten werden. Schwere Gepäckstücke sollten bei der Zuladung nahe am Boden und möglichst in der Mitte des Fahrzeugs platziert werden.

Wird eine Dachbox oder ein Gepäckträger für die Reise verwendet, erhöht das den Kraftstoffverbrauch und beeinflusst unter Umständen auch das Fahrverhalten.

Zu beachten ist ferner, dass, wenn man einen Fahrrad- oder Dachgepäckträger verwendet, diesen korrekt und sicher montiert und zudem damit auch die zulässige Dachlast – also das Gesamtgewicht von Träger und Ladung – nicht überschreitet.

Sinnvoll ausgestattet auf Reisen

Generell sollte man, neben den Autopapieren, dem Führerschein und dem Europäischen Unfallbericht auch die Grüne Karte, die unter anderem europaweit als Nachweis über die bestehende Kfz-Haftpflichtversicherung gilt, dabeihaben. Mindestens eine Warnweste, ein Warndreieck und ein Verbandkasten müssen hierzulande im Auto mitgeführt werden. In anderen Ländern gelten andere Vorschriften: So schreiben einige Länder Warnwesten für jeden Mitreisenden vor. Andere verlangen Ersatzglühlampen und in wieder anderen darf kein Benzinkanister mitgeführt werden.

Da niemand alle Vorschriften aller europäischen Länder auswendig kennt und sich diese auch immer wieder ändern, sollte man sich rechtzeitig vor der Fahrt über die in den bereisten Ländern geltenden Regeln erkundigen. Das geht beispielsweise über entsprechende Informationen, welche die Europäische Kommission online oder mit der kostenlosen App „Im EU-Ausland“ zur Verfügung stellt. Auch die App „Mit dem Auto ins Ausland“ des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland (EVZ) eignet sich für die Reiseplanung, ebenso wie Informationen von Automobilklubs und aus Reiseführern.

Zur Reiseplanung gehört es zudem, sich mit der Streckenführung vertraut zu machen. Wenn es möglich ist, sollten hierbei besonders staugefährdete Bereiche und die typischen Stoß- und Reisezeiten gemieden und ein ausreichend großer Zeitpuffer eingeplant werden, um entspannt am Ziel anzukommen. Für die Pausen sollte man auch Getränke und etwas Leichtes zu essen mitführen. Sind Kinder dabei, sorgen ein paar mitgenommene Spielsachen wie ein Hörspiel dafür, dass die Fahrt nicht zu anstrengend oder langweilig für die Sprösslinge wird.

Zurück


Kontakt

Sie haben Fragen?

Rufen Sie uns einfach an unter 04353 99 80 90
oder nutzen Sie unser Kontaktformular