Es wurden wieder mehr Babys geboren

(verpd) Im Vergleich zum Vorjahr ist in 2018 die Zahl der Neugeborenen auf über 787.500 Babys angestiegen. Das ist der zweithöchste Wert seit 30 Jahren. Allerdings sind auch im letzten Jahr deutlich mehr Personen gestorben, als geboren wurden. Und auch trotz der steigenden Geburtenzahl und der Zuwanderung von anderen Ländern werden voraussichtlich künftig immer weniger Einwohner im erwerbsfähigen Alter sein, so Experten.

Letztes Jahr gab es laut des Statistischen Bundesamtes (Destatis) über 787.500 Neugeborene. Es kamen 2.600 mehr Babys auf die Welt als im Vorjahr. 2018 gab es damit seit 1999 die zweithöchste Anzahl an Neugeborenen, nur 2016 waren es mit über 792.100 neugeborenen Babys noch mehr. Doch auch in 2018 gab es wie seit 1972 deutlich mehr Sterbefälle als Neugeborene. Insgesamt verstarben letztes Jahr nämlich hierzulande rund 954.900 Personen, und damit 167.400 Menschen mehr, als geboren wurden.

Letztes Jahr lag die Geburtenziffer bei 1,57 und damit so hoch wie im Vorjahr. Die Geburtenziffer zeigt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweiligen Berichtsjahr.

Die Bevölkerungszahl wächst

Die Statistik belegt zudem, dass immer mehr Frauen ab 40 Jahren Kinder bekommen. 2018 waren es etwa 42.800 Kinder und damit 88 Kinder je 1.000 Frauen mit einem Alter ab 40 Jahren. 1999 waren es noch 23 Neugeborene je 1.000 Frauen dieses Alters.

Insgesamt gesehen hat in den letzten Jahren die Bevölkerungszahl in Deutschland zugenommen. Grund dafür ist die Zuwanderung vom Ausland, also von EU- sowie Nicht-EU-Staaten. Laut vorläufigen Destatis-Zahlen sind letztes Jahr rund 386.000 Personen mehr zu- als abgewandert. In 2017 lag der Wanderungsüberschuss noch bei 416.000 Personen.

Zusammen mit dem Geburtendefizit in 2018 von knapp 167.400 Personen ist die Bevölkerung damit bis Ende letzten Jahres auf etwa 83,0 Millionen Menschen angestiegen.

Der Demografiewandel bleibt

Trotz des derzeitigen Bevölkerungsanstiegs hat sich das Problem des Demografiewandels, also der zunehmenden Alterung der Bevölkerung, laut Experten nicht geändert. Nach der aktuellen 14. koordinierten Bevölkerungs-Vorausberechnung der Destatis wird trotz der gestiegenen Geburtenzahl und der Zuwanderung die Alterung der Gesellschaft infolge des aktuellen Altersaufbaus steigen. Im Jahr 2018 waren hierzulande rund 51,8 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter, also zwischen 20 und 66 Jahre alt.

Bis 2035 wird sich voraussichtlich dieser Anteil der Bevölkerung um vier bis sechs Millionen Personen und damit auf 45,8 bis 47,4 Millionen Einwohner reduzieren. „Ohne Nettozuwanderung würde sich die Bevölkerung im Erwerbsalter bereits bis 2035 um rund neun Millionen Menschen verringern“, so die Experten der Destatis. Bis zum Jahr 2060 wird die Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter je nach Höhe der Wanderungsüberschüsse laut den Vorausberechnungen auf 40 bis 46 Millionen sinken.

Im Gegensatz dazu sind bereits heute 15,9 Millionen Personen in Deutschland über 66 Jahre alt. Ab 2039 werden es dann mindestens 21 Millionen Senioren – und damit fünf bis sechs Millionen Personen dieser Altersgruppe mehr als in 2018 – sein. Bei den ab 80-Jährigen wird, so die Destatis-Vorausberechnung, die Anzahl von 5,4 Millionen Personen in 2018 auf 6,2 Millionen bis 2022 anwachsen. Bis 2050 werden es dann je nach Entwicklung der Lebenserwartung 8,9 bis 10,5 Millionen Senioren, die älter als 80 Jahre sind, sein.

Schlechte Aussichten für künftige Rentner

Was bedeutet die Entwicklung für den Einzelnen? Es gibt laut den aktuellen Prognosen künftig immer weniger Erwerbstätige, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und damit die Renten sichern, dafür aber immer mehr Personen im Rentenalter. Daher muss man davon ausgehen, dass das Rentenniveau, das bereits jetzt bei nur 48 Prozent des Nettoeinkommens vor Steuern liegt, noch weiter absinken wird.

Gemäß gesetzlichen Regelungen kann das Rentenniveau nur bis 2025 nicht unter 48 Prozent und bis 2030 nicht unter 43 Prozent fallen. „Für die Zeit nach 2030 ist keine Untergrenze für die Entwicklung des Rentenniveaus vorgesehen“, so die Aussage der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Deshalb wird für den Einzelnen eine frühzeitige finanzielle Absicherung für das Alter immer wichtiger. Eine Beratung beim Versicherungsfachmann zeigt auf, welche individuell passenden Lösungen, die zum Teil auch mit Geldzulagen und Steuervergünstigungen staatlich gefördert werden, es hierzu gibt.

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