Die größten Sorgen der Bürger

(verpd) In einer jährlichen Studie eines Versicherer wird mittels einer repräsentativen Umfrage untersucht, was die größten Sorgen der Bürger hierzulande sind. Die aktuelle Befragung zeigt, dass das Sorgenniveau seit 1994 noch nie so niedrig war wie derzeit. Bei nur noch drei Themen, darunter die Migration und die Politik von US-Präsident Trump, gaben mehr als die Hälfte an, dass sie sich diesbezüglich ängstigen. In der Vergangenheit waren dies deutlich mehr Bereiche. Es gibt aber auch einige persönliche Themen, die vielen Bürgern Sorgen bereiten.

Seit 1992 ermittelt ein Versicherer, die R+V, in einer jährlichen Studie die größten Sorgen der Bürger hierzulande. Für die aktuelle Untersuchung wurden im Mai und Juni dieses Jahres rund 2.400 Frauen und Männer ab 14 Jahren in ganz Deutschland befragt, wie bedrohlich für sie jede einzelne der für die Studie vorgegebenen 22 Thesen ist. Die Umfrageteilnehmer hatten diese nach ihrem persönlichen Sorgenpotenzial nach Zahlen – 1 für keine Angst bis 7 für extreme Angst – zu bewerten.

Die durch die Befragung ermittelten Prozentangaben sind der prozentuale Anteil aller Befragten, welche mit 5, 6 oder 7 geantwortet und damit eine große Angst für die betreffende These bekundet haben. Betrachtet man den Gesamtdurchschnitt aller Ängste, zeigt sich, dass das Sorgenlevel der Bevölkerung deutlich abgenommen hat, nämlich von 47 Prozent in 2018 auf 39 Prozent in 2019. Der aktuelle Wert ist der niedrigste seit 1994. Seit Beginn der Langzeitstudie war er nur 1992 mit 38 Prozent noch niedriger. Die höchsten Angstwerte gab es dagegen 2003 und 2016 mit 52 Prozent.

Hohe gesellschaftliche und politische Ängste

Die meisten Sorgen bereitet den Bürgern aktuell eine mögliche Überforderung des Staates durch die Flüchtlinge. 56 Prozent fürchten sich davor. Letztes Jahr lag dieses Angstthema noch auf Platz 2 mit 63 Prozent der Nennungen.

Die Plätze zwei und drei beim aktuellen Sorgenranking teilen sich mit jeweils 55 Prozent diesmal dagegen die Ängste vor Spannungen durch den Zuzug von Ausländern, aber auch vor einer gefährlicheren Welt durch die Politik des US-Präsidenten Trump. Trumps Politik war letztes Jahr noch auf Platz 1 der Angstliste mit einem Anteil von 69 Prozent. Und auch die Angst vor Spannungen, die durch nach Deutschland eingewanderte Ausländer ausgelöst werden könnten, war mit 63 Prozent deutlich höher als aktuell.

Insgesamt erreichten in diesem Jahr nur diese drei der 22 abgefragten Thesen einen Sorgenwert von mehr als 50 Prozent. In den Jahren davor waren es zum Teil noch deutlich mehr – 2018 lag das Angstpotenzial beispielsweise bei insgesamt zehn Thesen, die ebenfalls auch in 2019 abgefragt wurden, zwischen 52 und 69 Prozent.

Angst vor hohen Mieten und die Sorge, ein Pflegefall zu werden

In diesem Jahr hatte somit jeweils weniger als jeder zweite Befragte vor Sorgenthemen, die aktuell ab dem vierten Platz des Sorgenrankings liegen, eine hohe Angst. So fürchteten sich jeweils 47 Prozent, das sind die Plätze vier und fünf, davor, dass die Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind, aber auch, dass sich der politische Extremismus ausbreitet. Auch diese Ängste sind im Vergleich zu 2018 deutlich gesunken. Letztes Jahr hatten noch 61 Prozent Angst vor einer Überforderung der Politiker und 57 Prozent vor politischem Extremismus.

45 Prozent haben davor große Angst, dass das Wohnen hierzulande unbezahlbar wird – eine in diesem Jahr erstmals neu abgefragte Sorge. Ebenso hoch ist das festgestellte Angstpotenzial, im Alter ein Pflegefall zu werden. Letzteres fürchteten dies noch 52 Prozent. Beide Sorgen belegen damit die Plätze sechs und sieben der Sorgenliste.

Auf den achten Platz der Liste liegt aktuell mit einer Nennung von 44 Prozent die Angst, dass die Schuldenkrise einiger EU-Staaten für den deutschen Steuerzahler teuer wird – 2018 fürchteten dies in hohem Maße noch 58 Prozent. Ebenfalls auf 44 Prozent kommt in diesem Jahr die Angst vor terroristischen Anschlägen. 2018 sorgten sich noch 59 Prozent vor Terrorismusanschlägen.

Furcht vor Klimawandel, Krankheit und Altersarmut

43 Prozent und damit auf dem zehnten Platz des Sorgenrankings liegt derzeit die Furcht vor steigenden Lebenshaltungskosten, das ist ein Anteil von sechs Prozentpunkten weniger als im Vorjahr.

Besonders zurückgegangen ist mit einer Minderung des Sorgenpotenzials um jeweils 15 Prozentpunkte nicht nur, wie bereits genannt, die Angst vor Terrorismus, sondern auch die Sorge vor einer Zunahme von Naturkatastrophen und Wetterextremen. Letzteres fürchten in hohem Maße derzeit noch 41 Prozent und damit genauso viele wie die Folgen des Klimawandels.

Mehr als jeder Dritte, konkret je 35 Prozent, haben aktuell eine hohe Sorge vor einer Verschlechterung der Wirtschaftslage. Gleich viele fürchten sich besonders davor, selbst schwer zu erkranken. Fast ebenso viele, nämlich 34 Prozent, haben Angst, dass sie ihren Lebensstandard im Alter nicht mehr halten können.

Möglichkeiten, die Sorgen zu minimieren

Einige Sorgen, die einen beschäftigen, kann man selbst minimieren, indem man frühzeitig für eine passende Absicherung sorgt. So gibt es zwar keine Garantie, dass man beispielsweise nicht selbst schwer erkrankt oder dass man zum Pflegefall wird, allerdings lassen sich die finanziellen Folgen absichern.

Mit den jeweils passenden Versicherungspolicen können zum Beispiel krankheits- oder auch unfallbedingte Einkommenseinbußen, aber auch Mehrkosten für eine ambulante oder stationäre Pflege abgedeckt werden. Auch ein finanzieller Schutz vor Schäden am Hab und Gut durch Wetterextreme und andere Naturkatastrophen ist mit entsprechenden Versicherungspolicen möglich.

Ebenso gibt es von der Versicherungswirtschaft diverse Produkte, teils auch mit staatlicher Forderung, damit die Einkünfte im Rentenalter ausreichend hoch sind, um damit den Lebensstandard zu sichern. Ein Versicherungsexperte hilft auf Wunsch individuell passende Vorsorgelösungen zu finden, damit man zumindest in den Bereichen, in denen eine entsprechende Absicherung möglich ist, sorgenfrei leben kann.

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