Das Geldvermögen der Bürger erreicht neuen Rekordwert

(verpd) Sparen ist bei den Bürgern hierzulande weiterhin hoch im Kurs. Die Bürger hatten nach Angaben der Deutschen Bundesbank Ende Juni 2019 fast 6.237 Milliarden Euro an Geldvermögen auf der hohen Kante. Das ist bei den privaten Haushalten der bisher höchste Stand an Bargeld sowie Vermögen in Form von Geldein- und -anlagen bei Banken, Versicherungen und anderen Finanzinstituten. Sofort verfügbare, aber auch risikoarme Formen des Sparens sind besonders beliebt.

Wie aus dem aktuellen Bericht „Geldvermögensbildung und Außenfinanzierung in Deutschland im zweiten Quartal 2019“ der Deutschen Bundesbank hervorgeht, betrug das reine Geldvermögen der privaten Haushalte bis Ende des zweiten Quartals 2019 insgesamt 6.236,7 Milliarden Euro. Zum Geldvermögen zählen Bargeld, Wertpapiere, Ansprüche gegenüber Versicherungen wie Lebens- und Rentenversicherungen, aber auch Sparbuch- und sonstige Geldeinlagen wie Guthaben auf dem Girokonto oder anderen Bankkonten, Termineinlagen, Spareinlagen und Sparbriefe.

Insgesamt ist damit das Geldvermögen gegenüber dem ersten Quartal 2019 bis Ende Juni 2019 um 94,8 Milliarden Euro beziehungsweise 1,5 Prozent gestiegen. Doch auch die Verbindlichkeiten der Privatpersonen in Form von Krediten und sonstigen Schulden haben im zweiten Quartal einen neuen Höchststand mit 1.835,7 Milliarden Euro erreicht. Dennoch erreichte das Nettovermögen der Privathaushalte mit 4.401,0 Milliarden Euro Ende Juni 2019 einen neuen Rekordwert.

Die Bürger bevorzugen Bargeld und Versicherungen

„Wie in den vergangenen Quartalen erhöhten die privaten Haushalte insbesondere ihre Bestände an Bargeld und Einlagen sowie ihre Ansprüche gegenüber Versicherungen. Die Präferenz für liquide oder als risikoarm empfundene Anlageformen hielt damit weiter an“, wie die Deutsche Bundesbank betont.

Im Detail bestand Ende Juni 2019 ein Großteil des Geldvermögens der Privatpersonen, nämlich 40,4 Prozent oder 2.519,8 Milliarden Euro, aus Bargeld und Sichteinlagen, also schnell verfügbarem Geld oder Geldeinlagen wie einem Guthaben auf einem Giro- oder auch Tagesgeldkonto. Einen weiteren großen Anteil, konkret 36,8 Prozent beziehungsweise 2.296,7 Milliarden Euro des Geldvermögens, haben die Bürger in Form von Ansprüchen gegenüber Versicherungen und Alterssicherungs-Systemen. Davon sind allein 1.040,0 Milliarden Euro Ansprüche gegenüber Lebensversicherungen.

Deutlich kleiner sind die anderen Vermögensformen. Jeweils rund zehn Prozent vom Gesamtvermögen sind mit einer Höhe von 651,5 Milliarden Euro in Aktien und sonstigen Anteilsrechten sowie mit 613,8 Milliarden Euro in Investmentfonds angelegt. Weniger als 2,5 Prozent des Gesamtvermögens oder 154,9 Milliarden Euro entfielen auf Schuldverschreibungen wie zum Beispiel Bundesschatzbriefe oder auch auf sonstige Geldanlagen.

Effektiv sparen

Für ein effektives und zielorientiertes Sparen ist eine Analyse der jetzigen und künftigen finanziellen Situation wichtig. Bei der finanziellen Planung sollten auch die Absicherungen möglicher Notfälle wie Einkommensverluste infolge Krankheit oder wegen einer unzureichenden gesetzlichen Rentenhöhe im Alter mitberücksichtigt werden. Ein Versicherungsexperte kann mit entsprechenden Analysen und Berechnungen dabei unterstützen.

Je nach Sparziel und persönlicher Vorsorgestrategie bietet die Versicherungswirtschaft zudem individuell passende Anlage- und Absicherungslösungen an.

Auch wer glaubt, keinen finanziellen Spielraum für eine Vorsorge zu haben, sollte einen Experten zurate ziehen, denn manche Vorsorgemöglichkeiten erschließen sich erst nach einer gründlichen Analyse. Bestimmte Sparziele wie für die Altersvorsorge lassen sich beispielsweise mithilfe staatlicher Förderungen in Form von Geldzulagen und/oder Steuerersparnissen bereits mit wenigen Euro Eigenkapital realisieren.

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