Welche Leiden häufig zu einer Berufsunfähigkeit führen

(verpd) Erwerbstätige, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, haben, auch wenn sie gesetzlich rentenversichert sind, im Falle einer Berufsunfähigkeit keinen Anspruch auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente. Dieser fehlende Schutz lässt sich jedoch durch eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung absichern. Eine Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zeigt, was die häufigsten Gründe für eine eingetretene Berufsunfähigkeit sind und wie niedrig das Durchschnittsalter der Betroffenen ist.

Seit 2001 gibt es die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente nicht mehr. Konkret gilt, wer nach dem 1. Januar 1961 geboren ist und aufgrund eines gesundheitlichen Leidens seinem erlernten oder zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr nachgehen kann, erhält, auch wenn er gesetzlich rentenversichert ist, keine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente. Nur wer maximal bis zu sechs Stunden täglich irgendeiner Erwerbstätigkeit nachgehen kann – auch wenn diese schlechter bezahlt ist als die bisherige –, hat einen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente.

Doch auch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, sofern man sie aufgrund der notwendigen Voraussetzungen überhaupt erhält, liegt in der Regel weit unter dem bisherigen Einkommen. Dass im Falle einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit hohe Einkommenseinbußen drohen, haben bereits viele Erwerbstätige erkannt und sich mit einer privaten Berufs- und/oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherung abgesichert. 2016 gab es rund 17 Millionen entsprechende Policen.

Mehrere Milliarden Euro Leistungen pro Jahr

Die Absicherung einer Berufs- und/oder Erwerbsunfähigkeit ist in der Regel mit einer separaten Police oder als optionale Zusatzversicherung im Rahmen einer Lebens- oder Rentenversicherung möglich. Je nach Vertragsvereinbarung erhält man die in der Police festgelegte Kapital- und/oder Rentenleistung, wenn man aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr oder nur zu einem bestimmten Grad erwerbstätig sein oder seinen Beruf ausüben kann.

Dass ein finanzieller Schutz gegen eine mögliche Berufsunfähig notwendig ist, zeigen auch die Zahlen der Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV). Laut GDV haben die deutschen Lebensversicherer in 2015 über 3,4 Milliarden Euro und in 2016 knapp 3,6 Milliarden Euro Kapital- und Rentenleistungen wegen eingetretener Versicherungsfälle im Rahmen der Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-Policen an die Versicherten ausgezahlt.

Hauptgrund: Psyche

Eine Teilauswertung des GDV von 38 Prozent aller bestehenden Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-Policen ergab, dass die betroffenen Versicherten bei der Anerkennung einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit im Berichtsjahr 2016 im Durchschnitt erst 44 Jahre alt waren. Zudem zeigt die Datenanalyse auch, welche gesundheitlichen Leiden am häufigsten zu einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit führten.

Am häufigsten, nämlich in 29 Prozent der Fälle, waren psychische Erkrankungen der Grund, warum die Betroffenen ihren Job nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt ausüben konnten. Jeweils 18 Prozent der festgestellten Berufs- oder Erwerbsunfähigkeiten wurden durch Krebs sowie durch Krankheiten des Bewegungsapparates verursacht, neun Prozent durch Unfälle und jeweils sieben Prozent durch Erkrankungen am Nervensystem und durch Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Teils unterschiedliche Ursachen bei Männer und Frauen

Es gab zum Teil jedoch deutliche Unterschiede zwischen den betroffenen Männern und Frauen. Bei den Männern waren beispielsweise 25 Prozent der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeiten auf die Psyche zurückzuführen, bei Frauen betrug der Anteil jedoch über 35 Prozent. Krebs war die Ursache bei knapp 15 Prozent der Männer, aber bei 23 Prozent der Frauen. Dagegen waren bei den Männern in fast 21 Prozent der Fälle Krankheiten des Bewegungsapparates der Grund für eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, bei den Frauen lag der Anteil jedoch „nur“ bei 14 Prozent.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren die Ursache bei neun Prozent der betroffenen Männer, bei den Frauen waren es nicht ganz vier Prozent. Mehr Informationen zur privaten Berufsunfähigkeits-Versicherung enthält eine kostenlos herunterladbare Broschüre des GDV. Details erfährt man auch bei einem Beratungsgespräch mit einem Versicherungsfachmann, der auch die persönliche Absicherungslücke analysieren und entsprechende Vorsorgelösungen aufzeigen kann.

(verpd) Die Daten von Versicherern zeigen, dass 2017 weit mehr als jeder dritte Fall von Berufs- und Erwerbsunfähigkeit auf psychische und Nervenkrankheiten zurückzuführen war. Auch andere Leiden wie Krebs und Krankheiten des Bewegungsapparates, aber auch Unfälle gehören zu den Hauptursachen, die dazu führen, dass Personen nicht mehr ihren Job ausüben oder sogar gar nicht mehr erwerbstätig sein können.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat jüngst neue Zahlen zur Berufs- und Erwerbsminderung veröffentlicht. Die Daten basieren auf einer Umfrage unter Versicherern, die Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeits-Versicherungen anbieten.

Den GDV-Daten zufolge waren 2017 psychische Krankheiten mit 29 Prozent die häufigste Ursache für eine Berufs- und Erwerbsminderung. Rechnet man zu den psychischen noch die Nervenkrankheiten hinzu, so liegt der Anteil im Berichtsjahr bei weit über einem Drittel, nämlich bei rund 36 Prozent.

Nicht nur Erkrankungen führen zu einer Erwerbsminderung

Auf Krebs und andere bösartige Geschwulste wie auch auf Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Rückenleiden, Arthrose oder Gelenkprobleme entfallen jeweils knapp ein Fünftel der Fälle, nämlich jeweils 19 Prozent. Unfälle waren für jeden elften und Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems für etwa jeden 14. Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeits-Fall verantwortlich.

Übrigens, wer als Arbeitnehmer ohne eine zusätzliche Absicherung zu den bestehenden Sozialversicherungen wie der gesetzlichen Renten- oder gesetzlichen Unfallversicherung berufs- oder gar erwerbsunfähig wird, muss mit hohen Einkommenseinbußen zum bisherigen Verdienst rechnen, sofern man überhaupt einen Anspruch darauf hat. Denn man muss unter anderem diverse versicherungsrechtliche Voraussetzungen erfüllen, um eine gesetzliche Rente infolge einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit zu erhalten.

Lückenhafte gesetzliche Absicherung

Viele Selbstständige sowie Hausfrauen oder -männer haben deswegen meist keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt wiederum nur eine gesetzliche Unfallrente, wenn bei einer gesetzlich unfallversicherten Person mindestens eine 20-prozentige Minderung der Erwerbsfähigkeit aufgrund eines Wege- oder Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit vorliegt.

Bei Freizeitunfällen oder einer sonstigen Krankheit, was die häufigsten Ursachen für eine Berufs- oder Erwerbsminderung sind, leistet die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Die gesetzliche Absicherung ist daher bei der Berufs- oder Erwerbsminderung lückenhaft, da sie je nach Vorfall einen Betroffenen nicht oder nicht ausreichend absichert. Diese Absicherungslücke lässt sich jedoch mit einer privaten Berufs- und/oder Erwerbsunfähigkeits-Police, wie sie von diversen Versicherungs-Gesellschaften angeboten werden, schließen.

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